Kirchenmusikschule Brixen



1953 wurde von Bischof Gargitter in Brixen eine diözesane Ausbildungsstätte für Kirchenmusiker ins Leben gerufen. Nach mehreren Übersiedlungen befindet sie sich nun im Gebäude der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen. Dort steht auch eine Orgel mit 15 Registern (Baujahr 2002 von Francesco Zanin) zu Unterrichts- und Übungszwecken zur Verfügung.

Ziel dieser Ausbildung ist das Heranbilden von Chorleitern und Organisten.

Der Lehrplan erstreckt sich über drei Jahre. Der Unterricht findet samstags von 9.00 Uhr bis 15.15 Uhr statt. Die Ausbildung am Instrument (Klavier, Orgel) wird wochentags an einer der Musikschulen angeboten.
Ab ca. der Hälfte des Studiums kann der Teilnehmer zwischen zwei Studienrichtungen mit besonderem Schwerpunkt wählen. Chorleitung oder Orgelspiel.
Das Abschlussdiplom entspricht etwa einem C-Diplom in Österreich.

Kirchenmusikschule Brixen

Unterrichtsfächer

  • Chorleitung
  • liturgisches und freies Orgelspiel
  • Harmonielehre und Tonsatz
  • Liturgik
  • Gehörbildung
  • Stimmbildung
  • Gregorianik
  • Musikgeschichte und Formenlehre
  • Orgelbaukunde
  • Deutscher Kirchengesang

 

Die Professoren

  • Mag. Josef Sagmeister (Chorleitung, Gehörbildung, Harmonielehre Kirchenmusikgeschichte, Formenlehre und Leiter der Schule)
  • Margareth Oberrauch (Liturgik, Liturgischen Gesang)
  • Clara Sattler (Stimmbildung)
  • Fr. Arno Hagmann (Gregorianik)
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Schule für Kirchenmusik und Chorleitung in Meran/Lana

Die Schule für Kirchenmusik und Chorleitung Meran wurde 1982 vom Verband der Kirchenchöre Südtirols und dem Südtiroler Sängerbund in gemeinsamer Trägerschaft ins Leben gerufen, um auch in der westlichen Landeshälfte für angehende und bereits aktive Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker eine Ausbildungsmöglichkeit zu schaffen. Der Lehrplan orientiert sich am Lehrplan der Brixner Kirchenmusikschule.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Josef Oberhuber begannen zehn Männer und Frauen den ersten dreijährigen Ausbildungslehrgang. Im Herbst 2001 übernahm Mag. Ursula Torggler die Schulleitung.
In den 25 Jahren ihres Bestehens haben über 100 Personen die Schule für Kirchenmusik und Chorleitung ein, zwei oder drei Jahre besucht. Am 2. Juni 2007 wurde nicht nur das 25-jährige Bestehen der Schule gefeiert, sondern gleichzeitig auch der Abschluss des VIII. Ausbildungslehrgangs 2004-2007. Das Abschlussdiplom erhielten Engelbert Chizzali aus Schlanders, Silvia Dalvai aus Bozen, Martin Pirpamer aus Moos i. P:, Maria Elisabeth Rieder aus Steinegg, Florian Tappeiner aus Latsch, Maria Gertrud Theiner aus Laatsch, Edith Weitthaler Kuppelwieser aus Tarsch und Zita Ziernhöld Pritzi aus Tartsch (siehe Foto nebenan: Abschlussfahrt des VIII. Ausbildungslehrgangs am 21. und 22. April 2007 nach Regensburg). Somit ist die Zahl der Absolventinnen und Absolventen der Schule für Kirchenmusik und Chorleitung auf 72 angewachsen.
Seit Herbst 2007 besuchen zehn Frauen und drei Männer am Samstag zwischen 09.00 Uhr und 15.35 Uhr den neunten Kurs und erhalten Unterricht in Chorleitung, Liturgik, Liturgiegesang, Tonsatz, Gregorianik, Stimm- und Gehörbildung, Orgelbaukunde, Musikgeschichte und Formenlehre. Dazu kommt der Instrumentalunterricht (Orgel bzw. Klavier) an den Musikschulen des Institutes für Musikerziehung in deutscher und ladinischer Sprache. Wie in Brixen kann für das Abschlussdiplom als Schwerpunktfach entweder „Orgel“, „Chorleitung“
oder „Kantorenausbildung“ gewählt werden.Den Klavier- bzw. Orgelunterricht erteilen Guido Elponti (Musikschule Schlanders), Dietrich Oberdörfer (Musikschule Meran, Schlanders), Silke Peters (Musikschule Schlanders), Margrit Schild (privat), Hannes Torggler (Verband der Kirchenchöre Südtirols) und Mag. Ursula Torggler (Musikschule Unterland).
Der Unterricht fand zunächst in den Räumen der Meraner Lehrerbildungsanstalt statt. Als diese Räumlichkeiten wegen der Umbauarbeiten nicht mehr zur Verfügung standen, fand die Schule für Kirchenmusik und Chorleitung gastliche Aufnahme in der Musikschule Meran. Seit März 2003 verfügt die Schule über eigene Unterrichtsräume im Oratorium St. Martin mit einer Zeni-Orgel (siehe Foto) im Deutschordenskonvent von Lana.
Absolvent/innen der Schule für Kirchenmusik und Chorleitung Lana 2004Bis 2007 waren folgende Lehrerinnen und Lehrer an der Schule für Kirchenmusik und Chorleitung Meran tätig: P. Günther Appold OT, Herbert Gasser, P. Dr. Kolumban Gschwend OSB, Fr. Arno Hagmann OSB, Prof. Peter Hölzl, Marianne Krämer Lösch, Alois Mitterer, Prof. Dr. Josef Oberhuber, P. Roland Topitsch OSB, Mag. Ursula Torggler und UnivProf. P. Dr. Ewald Volgger.
Derzeit unterrichten an der Schule Mag. Ursula Torggler (Schulleitung, Chorleitung, Stimm- und Gehörbildung, Musikgeschichte), Fr. Arno Hagmann OSB (Gregorianik, Liturgiegesang und Orgelbau-kunde), Stefan Gstrein (Tonsatz, Musikgeschichte und Formenlehre) und Dr. Maria Theresia Ploner (Liturgik).